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Kampfschminke

In Europa kommt das Gebiet des Schminkens mittlerweile nicht nur Frauen, sondern auch Männern zu. Immer mehr beginnen damit auf ein gepflegtes Äußeres zu achten. Früher hingegen hatte das Schminken einen anderen Zweck. Die Farben waren schrill und auffällig und hatten alles andere als das Ziel ihre Träger besonders hübsch wirken zu lassen.

Die Rede ist hier von der Kampfschminke, welche heute noch in einer Art Abwandlung von Mitspielern im American-Football-Team, sowie von Wrestling-Kämpfern getragen wird. Man malt sich schwarze Balken unter die Augen, um einen besonders gefährlichen Eindruck zu machen und seinen Gegner abzuschrecken. Beim Wrestling findet man oftmals auch Kämpfer, welche ihren gesamten Körper in den unterschiedlichsten Farben anmalen.

Verwurzelt ist diese Tradition noch immer tief in der Vergangenheit. Schon die Kelten und Wikinger trugen Kampfschminke, welche ihnen vor allem bei Kämpfen diente. Der Gegner sollte durch hässliche, angemalte Fratzen eingeschüchtert werden. Aber auch im Glauben war das Auftragen dieser Kampfschminke begründet. Damals glaubte man durch das Auftragen der Schminke unverwundbar geworden zu sein. Dieses Phänomen findet man auch in der Geschichte von Indianern, Mayas oder etwa Azteken vor. Heutzutage findet die Kampfschminke auch noch Verwendung, wenn es darum geht sich zu tarnen. Soldaten lernen schon in der Grundausbildung, wie sie sich mit Kampfschminke wirkungsvoll tarnen können. Die Farben werden auf die Gegend abgestimmt. So trägt man in Wüstengebieten vorwiegend gelbe bis braune oder sandfarbene Schminke, während man in Wäldern oder auf Wiesen zur Tarnung eher auf eine grünbraune Farbe zurückgreift. In Schneegebieten ist die Tarnfarbe dementsprechend eher weißgrau.

Kosmetik-Lexikon